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Einsatzgebiete und Anforderungen an Sicherheitsschuhe

Verschiedene Berufsbilder, Tätigkeitsbereiche und Arbeitsgebiete stellen unterschiedlichste Anforderungen an moderne Sicherheitsschuhe und deren Schutzfunktionen. Was für einen Feuerwehreinsatz ein unabdingbares Sicherheitsfeature ausmachen kann, behindert einen Krankenpfleger oder einen Gärtner eher bei der Arbeit.

Daher sind nicht alle Sicherheitselemente für jede Arbeit notwendig. Es gibt passende Modelle für die jeweilige Gefahrenlage.

Berufsgruppen und Sicherheitsanforderungen

Welche Sicherheitsfunktionen in welchem Berufsbild unbedingt nötig sind und welche Schutzklasse die entsprechende Berufsgruppe wählen sollte, erfahren Sie in der folgenden Zusammenfassung:

Einsatzgebiete und Anforderungen an Sicherheitsschuhe

Handwerker

Das Handwerk mit seiner Vielzahl verschiedener Berufe stellt unterschiedlichste Ansprüche an moderne Sicherheitsschuhe und deren Schutzfeatures.

  • In jedem Fall müssen passende Arbeitsschuhe über eine durchtrittsichere Zwischensohle und eine Zehenschutzkappe verfügen.
  • Daher sind Modelle der Klassen S1P und S3 zu empfehlen, wobei sich Schuhe letzterer Klasse dank ihrer Wasserbeständigkeit besser für Arbeiten im Freien eignen.
  • In Verbindung mit einem geschlossenen Fersenbereich bieten Ihnen Modelle dieser Klassen wirkungsvoll Schutz vor Verletzungen jeder Art.

Ob bei der Arbeit mit schweren Maschinen, bei einem versehentlichen Tritt auf einen scharfen Gegenstand, beim Hantieren mit schweren Bauteilen oder beim Einreißen einer Mauer: Sicherheitsschuhe der Klassen S1P und S3 bieten Ihnen ein Höchstmaß an Schutz bei gleichzeitig hohem Tragekomfort und einer ansprechenden Optik.

Industrie

Ob im Lager, in der Produktion, Montage oder Fertigung: Gerade in Industriebetrieben ist das Tragen spezieller Sicherheitskleidung und -schuhe Pflicht.

  • Je nach Gefahrenpotenzial der ausgeübten Tätigkeit ausgehend, müssen bestimmte Schutzfeatures vorhanden sein.
  • Ein Höchstmaß an Rundumschutz bieten Ihnen Modelle der Klasse S1P, da diese neben einer Zehenschutzkappe auch über eine durchtrittsichere Zwischensohle verfügen.
  • Für Arbeiten, bei denen es sehr feucht und nass zugehen kann, bietet sich die Anschaffung von Arbeitsstiefeln der der Klasse S5 an. Diese verfügen über die gleiche, gehobene Sicherheitsausstattung, ist zusätzlich aber noch wasserdicht.

Sei es bei der Arbeit mit scharfen Werkzeugen oder Geräten, beim Führen von Hubwagen oder Gabelstaplern oder beim Tragen schwerer Bauteile: Geeignete Sicherheitsschuhe bewahren Sie vor Verletzungen im Arbeitsalltag.

Gastronomie und Küche

Um einen langen Arbeitstag im Stehen ohne schmerzhafte Blasen oder Druckstellen zu überstehen, ist das Tragen bequemer und schützender Sicherheitsschuhe anzuraten.

  • Je nach Tätigkeitsbereich bieten bequeme Sandalen der Klasse SB mit einem offenen Hackenbereich ein Höchstmaß an Tragekomfort und schützen gleichzeitig mit einer Zehenschutzkappe Ihren Fuß.
  • Für Reinigungsarbeiten oder zum Einsatz in Fleischverarbeitungsbetrieben eignen sich alle Schuhmodelle der Schutzklasse S4 perfekt, da diese Stiefel garantiert kein Wasser ins Schuhinnere gelangen lassen. So behalten Sie bei jeder Arbeit trockene Füße.

Holzfäller

Die Arbeit in unwegsamem, unübersichtlichem Gelände mit schweren Geräten und Maschinen erfordert maximale Schutzfunktion Ihrer Arbeitskleidung.

  • Besonders die Schuhe sind enormen Belastungen ausgesetzt und müssen daher sehr robust und hochwertig verarbeitet sein.
  • Um einen bestmöglichen Schutz zu erhalten, sollten Sie daher ein Modell der Klasse S3 in Stiefelform wählen. Schuhe dieser Klasse verfügen neben einer Zehenschutzkappe auch über eine durchtrittsichere Zwischensohle. Diese schützt Ihre Füße bei einem versehentlichen Tritt auf am Boden liegendes Werkzeug, Geräte oder scharfkantig gebrochene Aststücke.
  • Eine grobe und stark profilierte Sohle bietet Ihnen auch auf matschigem und schlammigem Grund sicheren und festen Halt bei jeder Arbeit.

Im Vergleich zu Sicherheitsschuhen der Klasse S1P sind Modelle der empfohlenen Schutzklasse S3 gegen eins schnelles Durchnässen geschützt.

Feuerwehrmänner

Dieses Berufsbild fordert ein Höchstmaß an möglichen Schutzfunktionen und speziellen Eigenschaften, die eine Arbeit unter extremen Bedingungen erst möglich macht.

  • Neben einer durchtrittsicheren Zwischensohle und einer starken Zehenschutzkappe sollten Stiefel für den Einsatz bei der Feuerwehr ebenso stoßgedämpft und antistatisch sein.
  • Noch wichtiger ist ein entsprechend resistentes Verhalten gegenüber Kontaktwärme, damit die Schuhsohle nicht beim ersten Tritt auf einen heißen Gegenstand zu schmelzen beginnt. Die Zusatzkennzeichnung HRO weist Schuhe aus, deren Sohle einen 60 Sekunden andauernden Kontakt mit einer 300 Grad heißen Quelle unbeschadet übersteht.
  • Die Kennzeichnung HI steht für eine spezielle Hitzeisolierung der Sohle, die ein Aufsteigen der Bodenhitze ins Schuhinnere wirkungsvoll verlangsamt.

Ob nun durch am Boden liegendes Glas, Splitter, Metallteile, Schrauben oder bei der Arbeit mit schwerem Gerät: Geeignete Sicherheitsstiefel bieten Ihnen wirkungsvoll Schutz vor verschiedensten Gefahrenquellen.

Sanitäter

Passende Sicherheitsschuhe für Sanitäter sollten je nach Tätigkeitsgebiet über eine mehr oder weniger umfangreiche Sicherheitsausstattung verfügen.

  • Die Arbeit bei der Notfallrettung stellt hohe Ansprüche an moderne Sicherheitsschuhe und sollte über ein Höchstmaß an Schutzfunktionen verfügen.
  • Deshalb ist der Kauf von Modellen der Klasse S3 anzuraten. Diese verfügen über einen geschlossenen Fersenbereich, eine Zehenschutzkappe und eine durchtrittsichere Sohle.
  • So sind Sie bei Arbeiten am Unglücksort auch bei einem Tritt auf Glas oder andere scharfkantige Gegenstände geschützt und können Ihrer Arbeit nachgehen.
  • Zusätzlich verfügen Schuhe dieser Klasse über eine gedämpfte Sohle und sind ausreichend gegen Durchnässen geschützt.

Für die Arbeit im Transportdienst ist das Tragen von Schuhe ohne durchtrittsichere Zwischensohle wesentlich praktischer, da sie mehr Gefühl für Gas und Bremse beim Führen eines Transporters oder PKWs zulassen. Deshalb eignen sich vor allem Sicherheitsschuhe der Klasse S2 für diese oder ähnliche Tätigkeiten mit geringerem Verletzungspotenzial.

Polizei

Auch Ordnungshüter und Beamte im Polizeidienst müssen zum Eigenschutz Sicherheitsschuhe mit maximaler Schutzfunktion tragen, um sich im Einsatz vor Verletzungen zu schützen.

  • Daher müssen geeignete Schuhmodelle in jedem Fall über eine starke und widerstandsfähige Zehenschutzkappe sowie über eine durchtrittsichere Zwischensohle verfügen.
  • Ein geschlossener Stiefel der Schutzklasse S3 bietet daher besten Rundumschutz vor Verletzungen und auch vor Regen und schlechter Witterung.

Gartenarbeit

Ohne passende Sicherheitsschuhe kann auch die Arbeit im heimischen Garten oder der Beruf des Garten- und Landschaftsbauers ernst zu nehmendes Verletzungspotenzial mit sich bringen.

  • Sei es durch am Boden liegendes Werkzeug und Geräte, beim Rasenmähen oder dem Trimmen der Rasenkanten: Ohne passende Sicherheitsschuhe drohen Ihnen auch bei vermeintlich harmlosen Tätigkeiten schmerzhafte Verletzungen, die durch passendes Schuhwerk leicht zu vermeiden sind.
  • Je nach ausgeübter Tätigkeit bieten sich dabei Stiefel der Klasse S5 mit durchtrittsicherer Sohle genauso an wie sportliche Halbschuhe der Klassen S1 oder S2, oder bequeme Sandalen der Schutzklasse SB an.

Heimwerker

Um sich bei der Arbeit in den eigenen vier Wänden nicht zu verletzen, sollten Sie auch bei privaten Tätigkeiten geeignete Sicherheitsschuhe tragen.

  • Dabei eignen sich Modelle der Klasse S1P ideal, da diese neben einer Zehenschutzkappe auch eine durchtrittsichere Sohle vorweisen können.
  • So sind Sie auch bei einem Tritt auf einen Nagel, eine Schraube oder ein gefährliches Werkzeug bestens geschützt.

Sollten Sie auch viel im Freien bei schlechtem Wetter arbeiten, sollten Sie hingegen auf Schuhe der Klasse S3 zurückgreifen, da diese außerdem Wasser abweisend beschichtet sind.


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